Gardasee: Goethe war schon da!

Gardasee

Blühender Oleander. Olivenbäume, silbergrün glänzend. Zedern, Zitronen und Zypressen… Sogar Palmen säumen die Ufer des Gardasees.

Im Norden des Lago di Garda liegt Torbole. Dort blasen die Winde am Vormittag von Norden (Vento) und am Nachmittag von Süden (Ora). In Torbole tummeln sich die Segler und Surfer.

Als Goethe auf seiner Italienreise 1786 diesen Ort besuchte, schrieb er: “Wie sehr wünschte ich meine Freunde einen Augenblick neben mich, daß sie sich der Aussicht freuen könnten, die vor mir liegt.” Goethe verbrachte nur einen Tag in Torbole. Dennoch wurde eine Straße nach ihm benannt. Die Via Goethe ist eine schmale, 50 Meter kurze Gasse.

Auch vor Malcesine, am Fuße des Monte-Baldo-Massivs gelegen, segelt und surft man. In Malcesine wäre Goethe beinahe verhaftet worden. Man verdächtigte ihn, ein Spion zu sein, der die Skaligerburg auskundschaften wollte. Er hatte sie nur gezeichnet.

Oben auf dem Monte Baldo herrscht eine gelassene Stille und der Blick reicht so unendlich weit… Dort war Goethe nicht. Da hat er was verpasst.